Die Sonne wärmt unser Freibad
Von links: Schnepf, Dr.Herz, Sautter, Fischer, Bleichert
Seit Juni 2001 wärmen Absorber-Matten auf dem Stadiondach das Freibadwasser (Foto: akenergie)

Die Besucher des Freibads werden seit der Eröffnung von einem bunten Plakat begrüßt. Es stellt schematisch dar, wie die Sonne das Badewasser erwärmen hilft. Für die Badegäste unsichtbar liegen 420 qm Absorbermatten auf dem Dach des angrenzenden Stadions. Diese bestehen aus schwarzen Plastikschläuchen, die vom Sonnenlicht aufgeheizt werden. Sobald die Schläuche wärmer sind als das Wasser im Schwimmbecken, läuft eine Pumpe an und lässt das Badewasser durch die Schläuche zirkulieren. Bei voller Sonne wird dem Wasser bis zu 360 kW an Wärme zugeführt. Das entspricht etwa der Leistung von 200 mittleren Elektroherd-Platten.

Wenn die Sonnenwärme nicht ausreicht, muss mit Erdgas nachgeheizt werden. Im Jahresmittel liefert die Sonne etwa die Hälfte der nötigen Wärmemenge und spart der Stadt 4600 € pro Jahr und der Umwelt 33 Tonnen klimaschädliches CO2. Nach etwa 10 Jahren hat sich die Anlage amortisiert.

Plakat am Freibadeingang
Foto: akenergie/Fischer

Begleitender Text auf dem Freibad-Plakat:

Die Sonne wärmt unser Freibad

Bei voller Sonne wärmen die Absorbermatten auf dem Dach des Stadions das Badewasser mit einer Leistung von 360 kW. Im Jahresmittel liefert die Sonne 150 000 kWh. Das ist etwa die Hälfte der nötigen Energie zum Heizen des Wassers.

Die Anlage spart der Stadt 4600 € pro Jahr und entlastet die Umwelt um 33 Tonnen von klimaschädlichem CO2. Nach 10 Jahren sind die Kosten der Anlage abbezahlt.

Den Vorschlag zum Bau der Anlage machte die AGENDA21. Beschlossen hat ihn der Gemeinderat. Die Stadtwerke haben ihn ausgeführt.

Viel Spaß im Sonnenbad!



AK Energie
August 2001


Arbeitskreis Energie der Lokalen Agenda 21 Herrenberg
(in der Großen Kreisstadt 71083 Herrenberg, Kreis Böblingen)
www.agenda21-energie-herrenberg.de