Heizungstechnik
Um in den Genuss staatlicher Förderung für energische Renovierung zu kommen, wird der sogenannte hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen verlangt. Er beschreibt ein Verfahren, mit dem jeder Heizkörper genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die benötigt wird, um die für die einzelnen Räume gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Das wird durch genaue Einstellung und anschließende Fixierung der Warmwasserdurchflussmenge für jeden einzelnen Heizkörper erreicht.
Ist eine Anlage abgeglichen, ergeben sich mehrere Vorteile: Die Anlage kann mit optimalem Anlagendruck und damit mit optimal niedriger Volumenmenge betrieben werden. Daraus resultiert ein optimaler Wirkungsgrad der Umwälzpumpe und damit minimale Stromkosten für den Pumpenbetrieb.
Der hydraulische Abgleich setzt Zeit und Fachkenntnisse voraus und erfordert bei Altbauten meistens den Austausch von Heizungsventilen. Unkundige scheuen deshalb oft davor zurück ("meine Heizkörper werden auch ohne warm").
Energieberater und Agenda-Mitglied Hermann Kempter hat eine wohl einmalige portable Demonstrationsanlage gebaut. Sie gestattet die Simulation einer Heizung ohne und mit Abgleich. Es können Durchfluss und Erwärmung von Heizkörpern und Energieverbrauch von Umwälzpumpen gemessen werden. Vielfältige Einstellmöglichkeiten erlauben alle Varianten des hydraulischen Abgleichs.
Bilder der Demo-Anlage finden Sie hier: Bild 1 Bild 2