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Solarthermie

 

In der Solarthermie wird die thermische Energie der Sonnenstrahlung nutzbar gemacht, um Materialien, zumeist Wasser, zu erwärmen. Der Wirkungsgrad herkömmlicher Sonnenkollektoren beträgt - bei optimalen Bedingungen - 60 bis 80%. Er sinkt mit steigender Vorlauftemperatur. Im Extremfall, wenn der Warmwasserspeicher schon fast den Siedepunkt erreicht hat, ist die Solaranlage praktisch wirkungslos und der Wirkungsgrad ist Null.

Die Photovoltaik (PV) nützt hingegen die kurzwellige Strahlungsenerie der Sonne aus und erzeugt daraus direkt den höchstwertigen Energieträger, den elektrischen Strom. Der Wirkungsgrad beträgt je nach Technologie zwischen 8% und 20%. Im Gegensatz zur Solarthermie ist der Wirkungsgrad von PV praktisch konstant, er steigt sogar leicht bei niederen Außentemperaturen (atomphysikalischer Effekt: Temperaturverhalten von elektrischen Halbleitern). Damit liefert PV immer noch Strom, wenn Solarthermie bei heißem Warmwasserspeicher keinen Beitrag bringt. Deshalb gibt es einen kleinen "Glaubenskrieg", mit welcher Technologie man sein Dach nun bestücken sollte. Eine allgemeingültige Antwort ist nicht möglich.

 


Schwarze Schläuche
erwärmen das
Freibadwasser
Solarthermie für das Freibad. Noch vor dem Bau des ersten Herrenberger Sonnendaches (Photovoltaik) regte der AK Energie eine große Solarthermieanlage, sogenannte Absorbermatten, zur Unterstützung der Erwärmung des Freibadwassers an. Die Anlage wurde im Juni 2001 fertiggestellt und spart circa 50% des Erdgaseinsatzes ein. mehr..

Für dieses Projekt (und weitere) wurde Herrenberg im Jahr 2002 mit dem Climate Star ausgezeichnet.

Die Amortisation wurde damals auf 10 Jahre geschätzt. Aufgrund der steigenden Gaspreise sind es inzwischen 7 Jahre. mehr..



Letzter Eintrag: 30.01.2012